«Wochendiagnose: Prämienerhöhung mit Ansage»
Die Prämienerhöhung kam mit Ansage. Bereits im Vorfeld hatten die Medien spekuliert, was diese Woche kommuniziert wurde. Die Krankenkassenprämien werden auf 2027 um durchschnittlich 5% steigen, in Basel-Stadt um 4.5%.
Der Anstieg liegt klar über dem langjährigen Durchschnitt und deutlich über den Prognosen. Die laufende Entwicklung gemäss Kostenmonitoring des BAG bietet derzeit ebenfalls keinen Anhaltspunkt für eine derartige Steigerung.
Der eigentliche Grund dafür dürfte sein, dass Kassen und Bund Kostensteigerungen beim neuen Arzttarif TARDOC befürchten. Darin ist tatsächlich ein Risiko zu sehen, denn viele Spitäler haben Verspätungen bei der Rechnungsstellung für ihre ambulanten Leistungen. Allerdings ist man angetreten mit dem Anspruch der Kostenneutralität. Diese Ansage müssen wir nun durchhalten und bei den Tarifpartnern auch einfordern.
Durchhalten ist auch ansonsten die Ansage in der Gesundheitspolitik. Die Demographie und der Leistungsausbau der modernen Medizin sind Entwicklungen über Generationen hinweg. Entsprechend ist eine langfristig orientierte Politik gefragt: eine kompakte regionale Spitalplanung, eine Verlagerung ins Ambulante und überzeugende Impulse für Prävention und Gesundheitsförderung sind die Stichworte dazu. Sie richten sich an die Politik und letztlich an uns selbst als individuelle Gesundheitsverantwortliche.
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