«Wochendiagnose: Chiffre 9/11»
Vor fünfundzwanzig Jahren hat sich ein regelmässig freundlicher und angenehmer Kalendertag im Frühherbst zur Chiffre von Terror und Trauer gewandelt.
Die Bilder der getroffenen oder einstürzenden Twin Towers gingen um die Welt und haben sich uns allen eingeprägt. Sie werden anlässlich des Jahrestages wieder in Erinnerung gerufen. In meinem Gedächtnis kontrastieren sie schmerzlich mit der Reminiszenz eines früheren Besuchs auf der Dachterrasse des World Trade Centers hoch über dem sonnigen Manhattan.
Diese alte Welt der Neunziger Jahre ist untergegangen, und der gewaltsame Kampf der Dschihadisten gegen den Westen und dessen Selbstbehauptung sind für den Beginn des neuen Jahrhunderts prägend geworden.
Bei einem späteren Besuch auf Ground Zero fand ich die abgebildete «Bell of Hope» tröstlich, ein Geschenk des Lord Mayor von London und des Erzbischofs von Canterbury an die Stadt New York. Die Glocke schlägt jedes Jahr am 9. September, auf dass die Hoffnung über die Tragödie triumphiere.
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