«1. August-Ansprache in Schönenbuch»
Gegenmodell zum Imperium: Auszüge aus meiner 1. August-Ansprache in Schönenbuch.
Ich wünsche allen einen schönen Nationalfeiertag!
«Unsere direkte Demokratie lebt davon, dass Menschen sich in ihrer nächsten Umgebung engagieren, mitdenken und Verantwortung übernehmen.
Auf den verschiedenen Ebenen im föderalistischen Staat wird das sehr schön sichtbar: die Leute bringen sich ein. Sie übernehmen Verantwortung für ihr Dorf oder ihr Quartier, für ihre Gemeinde, ihren Kanton, die Eidgenossenschaft, unser Land.
Dieses Engagement ist enorm wertvoll.
Gerade jetzt, wo global gesehen andere Tendenzen dominieren, nämlich diejenigen einer reinen Machtlogik. Die heute dominanten Grossmächte verstehen sich explizit wieder als Imperien. Als Herrschafts-Räume, welche der Willkür von autoritären Präsidenten ausgesetzt sind. Das begegnet auch uns täglich: im Handel, in Technologie-Fragen, in den internationalen Gremien und in den Medien. Verschont geblieben sind wir glücklicherweise vor der brutalsten Form der Machtentfaltung, nämlich der reinen Gewalt, unter der beispielsweise die Ukrainerinnen und Ukrainer leiden.
Die Schweiz ist das Gegenmodell zum Imperium. Wir wollen eben gerade nicht einem Willkür-Präsidenten ausgeliefert sein. Wir wollen auch nicht andere dominieren, sondern wir verstehen uns als eine Art grosse Polit-Genossenschaft – eine Gemeinschaft von Bürgerinnen und Bürgern, welche für sich selber und ihr Umfeld sorgen, welche gemeinsam den Staat tragen und demokratisch weiterentwickeln.
…
Es gibt schweizweit keine zwei anderen Kantone, welche so eng ineinander verflochten sind und so viele Kooperationsprojekte zusammen verfolgen wie Basel-Landschaft und Basel-Stadt.
Das gilt gerade auch im Gesundheitswesen, wo wir eine gemeinsame Versorgungsplanung machen und ein gemeinsames Kinderspital betreiben. Diese Zusammenarbeit liegt mir am Herzen.
Neben der regionalen Kooperation ist für uns auch die grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit Europa zentral. Als Staat im Herzen von Europa ist die Schweiz angewiesen auf gute Beziehungen zu ihren Nachbarn. Der baselstädtische Basler Regierungsrat steht geschlossen hinter den neuen Verträgen mit Europa.»
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