«Wochendiagnose: Raketenschock»
Seit zwei Wochen herrscht wieder Krieg am Persischen Golf. Während die weitere Entwicklung schwer vorhersehbar ist, präsentiert sich der aktuelle Status erschreckend.
Staaten in der Golfregion, die sich nicht am jahrzehntelangen Konflikt der USA und Israel mit dem Iran beteiligten, wurden von Letzterem mit Drohnen, Lenkwaffen und Raketen beschossen und teilweise getroffen. Sie erleben die existenzielle Notwendigkeit einer modernen und leistungsfähigen Luftabwehr auf lebensbedrohliche Art und Weise.
Die Schweiz liegt zwar nicht im Nahen Osten, doch im europäischen Osten wütet weiterhin der skandalöse Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine. Dubai und seine Nachbarn erleben, wie verzweifelte Brutalo-Staaten Angst und Zerstörung innert Tagen auf eine ganze Region ausweiten können. Auch wir in Europa haben folglich Grund zur Sorge. Es ist fraglich, ob der Sinn für die Dringlichkeit in der Schweizer Politik schon eine Mehrheit erreicht hat.
Das Bild stammt aus dem Militärmuseum auf dem Gubel im Kanton Zug. Dort kann eine «Bloodhound» Lenkwaffenstellung besichtigt werden, wie sie bis Ende des letzten Jahrhunderts in Betrieb war. Sie diente als bodengestütztes Luftverteidigungssystem grösserer Reichweite und damit als Vorgänger der «Patriots».
Die werden bekanntlich erst verzögert geliefert. Ein Grund dürfte sein, dass am Golf und in der Ukraine schon mehr Abwehrkapazität benötigt wird, als produziert werden kann. Die Schweiz braucht definitiv mehr Tempo bei der Verstärkung ihrer Sicherheitsinfrastruktur.
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